Staubunterdrückung auf Schüttgutfördersystemen

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Bei der Schüttgutförderung in fast allen Industriebereichen entstehen Staubprobleme. Sie belasten nicht nur den Förderprozess und die Umgebung sondern haben auch für die Menschen eine schädliche Wirkung. Durch die Staubentwicklung geht oft eine wesentliche Menge des Materials verloren.

Das elektrostatische Staubunterdrückungssystem DS160 wurde weiterentwickelt, um den Staub da zu unterdrücken, wo er entsteht und ihn dann in den Prozess zurückzuführen oder zu trennen.

Bei allen konventionellen Staubunterdrückungsanlagen ergeben sich an Materialübergabestellen erhöhte Wartungs- und Betriebskosten durch Verschleiß oder Folgekosten für die Anlage.

Dies ist nicht so beim DS160. Es ist ein einfaches auf Ionisierung basierendes System mit sehr geringen Betriebs- und Wartungskosten. Das elektrostatische Staubunterdrückungssystem DS160 kann sowohl in neuen, als auch in schon existierenden Schüttgutförderanlagen installiert werden.

Es ist effektiv, wirtschaftlich, wartungsarm und bietet eine ausgezeichnete Alternative zu den traditionellen Entstaubungssystemen.

Das elektrostatische Staubunterdrückungssystem ist insbesondere für Förderbandanlagen entwickelt worden und kann individuell und effektiv dimensioniert werden. Es ist jedoch auch bei anderen Schüttgutfördersystemen anwendbar.

Wie in allen elektrischen Filtern ist die Separationsleistung des DS160 weitgehend unabhängig von der Partikelgröße, jedoch abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit bzw. der Verweilzeit des Staubes im Staubbindungsgehäuse.

DS160 kann für viele Schüttgüter eingesetzt werden, insbesondere an Materialübergaben an stationären und mobilen Förderbändern.

Die Haupteinsatzgebiete finden sich zurzeit in folgenden Bereichen der Schüttgutindustrie:

  • Bergbau
  • Steinbrüche
  • Zementindustrie
  • Stahlindustrie
  • Düngemittelindustrie
  • Gießereien
  • Glasindustrie
  • Kies und Sand
  • Papierindustrie

Das System ist eine modulare Konstruktion. Sie wird direkt hinter der Förderbandübergabe über dem Förderband installiert. Fördergut und Staub werden durch das aus rostfreiem Stahl gefertigte Staubbindungsgehäuse geführt, wo der Staub durch elektrostatische Kräfte am Gehäuse des DS160 abgeschieden wird.

Das Arbeitsprinzip basiert auf dem Prinzip der Ionisierung von Partikeln im elektrischen Feld.

Die Staubunterdrückung erfolgt in 5 Schritten:

  1. Erzeugung freier Elektronen
  2. Ionisierung des Trägergases
  3. Ladung der Staubpartikel
  4. Abscheidung der Staubpartikel am Gehäuse
  5. Rückführung in das System oder Separation des Staubes

Entsprechend der Art des Staubes und des Einsatzfall läuft in regelmäßigen Abständen ein Unwucht Motor an, der das Gehäuse in Schwingungen versetzt und den am Gehäuse abgeschiedenen Staub zurück auf das Förderband in den Materialstrom fallen lässt oder getrennt auffängt.